Tagesgebet 03-07-2015

Der ungläubige Thomas

Der ungläubige Thomas (Gerrit van Honthorst, 17. Jh.)

Gerard van Honthorst 003“ von Matthias Stomer (fl. 1615–1649) – The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH.. Lizenziert unter Gemeinfrei überWikimedia Commons.

TAGESGEBET

Allmächtiger Gott,

am Fest des heiligen Apostels Thomas

bitten wir dich:

Höre auf seine Fürsprache

und bewahre unseren Glauben

in der Not des Zweifels;

öffne unser Herz für das Wort deines Sohnes,

damit wir wie Thomas ihn bekennen

als unseren Herrn und Gott

und das Leben haben im Namen Jesu Christi,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Quelle:  Das Journal von Pastor Peter Stanic

Advertisements

Mammutprojekt in Finnland: 30 Stunden Koran im Radio – Das Journal

http://www.tagesschau.de/ausland/koranstunden-finnland-101.html

Ausland, Finnland von Peter Stanic-Wuttke

Mammutprojekt in Finnland

30 Stunden Koran im Radio

Stand: 07.03.2015 16:59 Uhr

Im finnischen Rundfunk wird der Koran in voller Länge in finnischer Übersetzung gelesen – 60 Mal eine halbe Stunde lang. Mit dem Mammutprojekt wirbt der öffentlich-rechtliche Rundfunk für mehr Toleranz gegenüber dem Islam.

Von Bernd Musch-Borowska, ARD-Hörfunkstudio

Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.

Lob sei dem Weltherrscher, dem Erbarmer, dem Barmherzigen.

Dem Herrscher am Tag des Gerichts.

Dir dienen wir und Dich rufen wir um Hilfe.

Leite uns den rechten Pfad. Den Pfad derer, denen Du gnädig bist.

Nicht derer, denen Du zürnst und nicht den der Irrenden.

So begann heute Morgen die Serie mit der ersten Sure des heiligen Buches der Muslime. Al Fathia, die Eröffnungssure, die zugleich als das wichtigste Gebet der Muslime gilt. Im Anschluss an jede Sure gibt es eine Diskussion zwischen Imam Anas Hajjar, einem geistlichen Führer der finnischen Muslime und Jaakko Hämeen-Anttila, einem Professor, der den Korantext in die finnische Sprache übersetzt hat.

Auf der Internetseite des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Finnland werden die einzelnen Suren des Koran und die Interpretationen aufbereitet. Man wolle mit dem Projekt den Finnen die Kultur und Religion der Muslime näher bringen, heißt es auf der Seite von Yleisradio, wie der Sender auf finnisch heißt.

Intoleranz wächst

Medienberichten zufolge wurde in Finnland in den vergangenen Jahren eine zunehmende Intoleranz unter Jugendlichen gegenüber anderen Kulturen und Religionen festgestellt. Eine Studie der Universität Jyväskylä empfahl daher, in den Schulen und in den Medien eine offenere Diskussion über soziale und religiöse Themen in Gang zu setzen.

Der Vorsitzende des Verfassungsausschusses im finnischen Parlament, Johannes Koskinen, schlug Ende des Jahres vor, den christlich ausgerichteten Religionsunterricht in den Schulen durch einen Ethik-Unterricht zu ersetzen, damit künftig die Kinder muslimischer Einwanderer nicht ausgegrenzt werden. Für Muslime gibt es bislang keinen eigenen Religionsunterricht an finnischen Schulen. Sie gehen dafür in die Islamschulen in ihren Moscheen.

Mammutprojekt: Der finnische Hörfunk liest den Koran in voller Länge.

Mammutprojekt: Der finnische Hörfunk liest den Koran in voller Länge.

Besonders viele IS-Kämpfer aus Finnland

Die britische Quillium-Stiftung gegen Extremismus war Ende vergangenen Jahres zu dem Schluss gekommen, dass in den skandinavischen Ländern nicht genügend gegen die zunehmende Radikalisierung junger Muslime unternommen werde. Gerade in Finnland gebe es, bezogen auf die Zahl der Muslime im Land, besonders viele, die sich als Freiwillige für den “Islamischen Staat” rekrutieren ließen.

Vertreter der aus Somalia stammenden Immigranten in Finnland hatten im vergangenen Jahr in einem offenen Brief an die Behörden um Hilfe gebeten, weil gerade junge Somalis anfällig seien. Nach einem Bericht des finnischen Rundfunks sollen allein aus Finnland bereits zwölf junge Somalis als IS-Kämpfer in den Irak und nach Syrien gereist sein.

viaMammutprojekt in Finnland: 30 Stunden Koran im Radio – Das Journal.

Kritik an Pegida-Demos

Demonstration in Dresden

Demonstration in Dresden

© dpa

15.12.2014

Kritik an Pegida-Demos

„Kein Platz für Hetze gegen Ausländer“

In vielen Städten Deutschlands marschieren Menschen gegen eine angebliche „Islamisierung des Abendlandes“. Viele öffentliche Stimmen warnen vor einem primitiven Rassismus, rufen aber dazu auf, die Sorgen der Bürger ernstzunehmen.

Vor den am Montagabend bevorstehenden Demonstrationen von Pegida in Dresden und anderen Städten geht die Debatte um die Protestmärsche und deren Organisatoren weiter. Wer sich diesen Demonstrationen anschließe, müsse sich gut überlegen, bei „wem er sich vor den Karren spannen lässt“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. „In Deutschland ist kein Platz für Hetze gegen Ausländer“, fügte er hinzu. Zugleich zeigte Seibert Verständnis dafür, dass die steigenden Zahlen von Flüchtlingen und Asylbewerbern in Deutschland Sorgen hervorriefen. Diese müssten ernst genommen werden.

„Sehr zweifelhafte Initiatoren“

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Stephan Mayer (CSU), warnte im Bayerischen Rundfunk vor Pauschalurteilen. Es gelte, die Teilnehmer an den Protestzügen von den „sehr zweifelhaften Initiatoren“ zu unterscheiden. Ein Großteil der Demonstranten seien „einfach besorgte Bürger“, die sich fragten, wie viel Zuwanderung Deutschland verkraften könne.

Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl warnte davor, die Proteste der Pegida-Demonstranten zu verharmlosen. Pegida stelle Menschenrechte wie Religionsfreiheit und das Recht auf Asyl in Frage, erklärte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt in Frankfurt. Die Bewegung wolle „Rassismus im politischen Diskurs etablieren“. Wenn die Pegida-Programmatik „verständnisvoll als Äußerung diffuser Ängste verharmlost wird, droht diese Strategie aufzugehen“, so Burkhardt.

Auf der Suche nach Sündenböcken

Nach Ansicht des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, zeigt die Bewegung die Angst der Menschen vor der Zukunft.

Sie sorgten sich um ihren Arbeitsplatz und suchten dafür Sündenböcke, sagte Mazyek dem Bayerischen Rundfunk. Politik könne diese Ängste abmildern, indem sie das Gespräch mit den Bürgern suche.

Die Initiative „Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) wurde im Oktober in Dresden gegründet. In Dresden hatten laut Polizei zuletzt 10.000 Menschen an einer Demonstration teilgenommen. Bundesweit gibt es inzwischen mehrere Bündnisse, die sich an Pegida orientieren.

Viel Verständnis für Pegida

Unterdessen ergab eine Umfrage von Zeit online, dass mit 49 Prozent knapp die Hälfte der Bundesbürger Verständnis für die Demonstrationen haben. Auch eine Angst vor Islamisten sei in Deutschland offenbar weit verbreitet. So gaben 73 Prozent der Bundesbürger an, Sorge zu haben, dass der radikale Islam in Deutschland an Bedeutung gewinnt.

Eine Mehrheit der von YouGov befragten Deutschen, nämlich 59 Prozent, ist zudem der Ansicht, dass die Bundesrepublik zu viele Flüchtlinge aufnimmt.

viaKritik an Pegida-Demos | domradio.de.