Schlag gegen Cyberkriminelle

TV58.de

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat den in
Deutschland gehosteten Teil der Netzinfrastruktur eines weltweiten
Botnetzes von Cyberkriminellen deaktiviert. Diese Maßnahme war Teil
von internationalen Ermittlungen in Großbritannien, Italien und den
Niederlanden, die auch von mehreren IT-Firmen unterstützt wurden. Die
Arbeitsgruppe „Joint Cybercrime Action Task Force (J-CAT)“ des
European Cybercrime Centre (EC3) von Europol hatte das gemeinsame
Vorgehen koordiniert. Nach bisherigen Erkenntnissen waren weltweit
3,2 Millionen Computersysteme Teil des sogenannten Ramnit-Botnetzes.

In einem Botnetz wird eine Vielzahl von Computern, die von
Cyberkriminellen zuvor mit Schadsoftware infiziert wurden, zu einem
kriminellen Netzwerk zusammengeschlossen. Dadurch können die Täter
die Computersysteme unbemerkt vom Nutzer übernehmen und
beispielsweise  persönliche Daten wie Passwörter und
Bankinformationen stehlen oder den Antivirenschutz außer Kraft
setzen. Die Schadsoftware gelangte im Fall des „Ramnit-Botnetzes“ auf
verschiedene Weise auf die Computer, etwa über infizierte Links in
E-Mails oder allein beim Besuch von infizierten Webseiten.

Für BKA-Präsident Holger Münch ist dieses Verfahren ein weiterer

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